Direkt zum Inhalt der Seite springen
Link zu Home

Seniorenzentrum Bönen | Neuigkeit Detail

Link zu Home
MENÜ
©Foto von Roman Kraft auf Unsplash

Neuigkeiten

Internationaler Tag der Pflege am 12.05.2026

Am Dienstag, den 12.05.2026 wurde der Internationale Tag der Pflege in den Mittelpunkt einer Veranstaltung im AWO Seniorenzentrum Bönen gestellt. Ralf Degenhardt-Ruhoff, der Einrichtungsleiter des Hauses begrüßte alle Gäste im Saal und referierte über ein Thema, welches unsere ganze Gesellschaft direkt betrifft. „Dieser besondere Tag wurde bereits 1965 von deutschen Pflegeverbänden ins Leben gerufen, um diesen allen Menschen, die in Pflegeberufen tätig sind, zu widmen“, so Degenhardt-Ruhoff.

Er erinnerte an Florence Nightingale, die als Begründerin der „modernen Krankenpflege“ gilt. Aus diesem Grund wurde auch das Datum ihres Geburtstages, der am 12.05.1820 war, für den Aktionstag gewählt. Sie war die erste Person, die sich, aufgrund eigener Erfahrungen, die z. B. auf einer Grippe-Epidemie in Südengland basierten, für eine qualifizierte Versorgung von kranken und alten Menschen eingesetzt hat. „Darum haben wir der Dame auch heute noch sehr viel zu verdanken“, konstatierte Degenhardt-Ruhoff. „Keiner kann sagen, wann dieses wichtige gesellschaftspolitische Thema eine angemessene Aufmerksamkeit gefunden hätte. Viele Errungenschaften im Bereich der Pflege, die mittlerweile zu einer qualifizierten Ausbildung und der Festlegung von Standards in diesem Arbeitsbereich gehören, wären vielleicht erst viel später vorangetrieben worden.“

Degenhardt-Ruhoff erläuterte die aktuelle Situation rund um das Themenfeld Pflege und berichtete, dass die Wichtigkeit dieser Berufe in der Öffentlichkeit in den letzten Jahren zu viel ins Hintertreffen geraten ist. Pflegefachkräfte sind Mangelware auf dem Arbeitsmarkt und die Generation an Jugendlichen, die aktuell auf den Arbeitsmarkt strömt, sucht angeblich attraktivere Jobs. „Wir im AWO Seniorenzentrum Bönen sind in der glücklichen Lage unsere Ausbildungsplätze immer schnell an engagierte Bewerber*n*innen vergeben zu können. Anderen Einrichtungen fällt dies nicht so leicht“, sagt Degenhardt-Ruhoff.

Der demografische Wandel, der zu einer immer älter werdenden Bevölkerung und somit zu mehr notwendiger Pflege, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich, führen wird, muss Rechnung getragen werden. „Da hilft kein Klatschen auf den Balkonen, an das wir uns aus Corona-Zeiten sicher noch aller erinnern können, da hilft nur ein Umdenken“, so der Einrichtungsleiter.

Die Berufe in der Alten- und Krankenpflege müssen in Deutschland sowohl ideell als auch finanziell die Anerkennung bekommen, die sie verdienen. „Ansonsten steht eine adäquate Pflege der in Zukunft bedürftigen Menschen auf der Kippe“, schloss Degenhardt-Ruhoff seinen Vortrag.

Einrichtungsleiter Ralf Degenhardt-Ruhoff
Link zu Home